Nach Sturmereignissen wie Vaia gelangt viel Holz plötzlich auf den Markt. Schulen nutzen das, um Materialkunde erlebbar zu machen: Wie verhält sich Windwurfholz beim Trocknen? Welche Stücke eigenen sich für tragende Teile, welche für Furnier? FSC‑ und PEFC‑Zertifikate werden verständlich erklärt, und Kooperationen mit Forstbetrieben sichern transparente Wege. So wächst ein achtsamer Umgang, der Stabilität, Schönheit und Verantwortung fein austariert.
Viele Almen haben wieder gelernt, Wolle als Wertstoff zu sehen. Lehrlinge experimentieren mit Spinnen, Färben und Walken, kombinieren heimische Schafrassen mit natürlichen Beizen. Aus rauen Geweben entstehen Jacken, Taschen, Hüllen für Instrumente. Ein Projekt verbindet Südtiroler Walkmühlen mit slowenischen Textilklassen: Muster wandern, Techniken reifen, und am Ende entsteht Kleidung, die Windstößen trotzt, Regen respektiert und eine Landschaft am Körper fühlbar macht.
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